Astronomische Arbeitsgemeinschaft Mainz e. V.

Newsletter November 2012: Die Leoniden kommen!

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Liebe Freunde der Astronomie,

November war einmal als der "Sternschnuppenmonat" schlechthin bekannt. In den letzten Jahren hat sich Phänomen etwas abgeschwächt, aber die Leoniden (Bild oben) werden auch 2012 ein beeindruckendes Schauspiel an den Himmel zaubern.

Der Sternschnuppenstrom wird vom 9. bis 21. November am Morgenhimmel zu sehen sein, das Maximum ist für den 17. und 18. November zu erwarten. Der Leoniden-Radiant (scheinbarer Ursprungsort der Sternschnuppen) liegt im namensgebenden Sternbild Löwe, etwa 10° nordöstlich des Sterns Regulus. Bei den Leoniden handelt es sich um Fragmente des Kometen 55P/Tempel-Tuttle.

Im Folgenden hat Jörg Schuster drei interessante Dokumente zusammengestellt, die einen Überblick über das Thema Sternschnuppen, Feuerkugeln und Meteore bieten. Viel Vergnügen beim Lesen!

Sternbild des Monats: Andromeda

in diesem Monat steht das Sternbild Andromeda im Mittelpunkt, das an den November-Abenden hoch am Himmel steht. Es kann leicht lokalisiert werden zwischen dem Himmels-"W" der Cassiopeia und dem Viereck des Pegasus (zweites Bild).

Inmitten des Sternbilds befindet sich die große Andromeda-Galaxie M31, die bei klarem und dunklen Himmel bereits mit bloßem Auge gesehen werden kann. Mit einem Feldstecher orientiert man sich an den 3 Sternen α, β und γ Andromedae, die eine leicht gebogene Linie bilden und geht von β And senkrecht nach oben. Die Andromeda-Galaxie war die erste Galaxie, deren Entfernung durch die Messung von pulsierenden Sternen (Cepheiden) bestimmt werden konnte. Nach neuesten Messungen ist sie 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. M31 bewegt sich auf unsere Milchstraße zu und könnte in ca. 4 Milliarden Jahren mit ihr kollidieren. Im Teleskop ist normalerweise nur der helle innere Teil zu sehen - etwa wie im dritten Bild rechts (aufgenommen von O. Nickel). Ein Bild der ganzen Galaxie ist auf unseren "Messier"-Galerie-Seiten zu sehen (Galerie/ Messier-Objekte/ M31-M40).

Die Galaxie M33 im Sternbild Dreieck befindet sich etwas weiter südlich und ebenfalls im Feldstecher beobachtet werden, ist aber wesentlich lichtschwächer. Der Sternhaufen M34 (im Perseus) östlich von γ And ist ebenfalls ein schönes Feldstecher-Objekt. Nur in Teleskopen (ab etwa 25 cm Öffnung) kann die Spiralgalaxie NGC 891 beobachtet werden, deren Scheibe man genau von der Kante sieht, mit einem dunklen Staubband. Langbelichtete Aufnahmen (Bild unten, von O. Nickel) zeigen auch Details der von Staubwolken durchzogenen Spiralarme.

- von Otmar Nickel

    Weitere Ereignisse und Veranstaltungen im Monat Dezember:

    1.12.2012 - 19:00 Uhr

    AWO Mainz-Weisenau

    Weihnachtsfeier

    für Vereinsmitglieder

    9.12.2012 - 11:30 Uhr

    Café Forster im Naturhistorischen Museum Mainz

    Adventsbrunch

    9.12.2012 - 14:30 Uhr

    Naturhistorisches Museum Mainz

    Der Sternenhimmel im Januar, Februar und März

    Vortrag von Dr. Bernhard Schröck

    14.12.2012 - 17:00 Uhr

    Paul Baumann-Sternwarte

    Beobachtungsabend

    18.12.2012 - 18:30 Uhr

    Naturhistorisches Museum Mainz

    Ein antiker Planetencomputer - Der Mechanismus von Antikythera

    Vortrag von Prof. Dr. Bruno Deiss (Universität Frankfurt am Main)