Astronomische Arbeitsgemeinschaft Mainz e. V.

Barnard 33 (Pferdekopf-Nebel) im Orion

Der Pferdekopfnebel ist eine 3 Lichtjahre große Dunkelwolke im Sternbild Orion. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von kaltem Gas und Staub, die direkt vor dem rötlich leuchtenden Emissionsnebel IC 434 liegt, so dass sie sich vom helleren Hintergrund abhebt. Entdeckt wurde er 1887 mit Hilfe der damals neuen Photographie. (Quelle: Wikipedia)

Da das Hintergrundlicht hauptsächlich durch die rote H-Alpha Linie dominiert wird, ist der Nebel visuell mit Amateurteleskopen sehr schwer zu sehen. Unter günstigen Bedingungen sieht man ihn ab ca. 30cm Öffnung mit einem H-Beta-Filter. Fotografisch ist er auch mit kleinen Teleskopen nachweisbar, sofern die Kamera für H-Alpha empfindlich ist.

Im Bild links unten sieht man auch den bläulich leuchtenden Reflexionsnebel NGC 2023.

Entfernung: 1500 Lj

Aufnahme von Otmar Nickel in Mainz-Ebersheim am 2.12.2013 mit 25cm Newton F/5, Canon EOS1100 Da, Bel.-Zeit 40 Min. Bearbeitung mit Deep Sky Stacker, Fitswork 5 und Photoshop.

Barnard 33 (O. Nickel)

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Barnard 93+92 in der kleinen Sagittarius-Wolke

Barnard 92 ist eine interstellare Staubwolke (größere Dunkelwolke rechts im Bild), die sich kontrastreich gegen die Sterne und die rötliche Strahlung des Wasserstoffgases der kleinen Sagittarius-Wolke (M24) abhebt. Diese Wolke wurde 1913 von E.E. Barnard entdeckt und wurde das "Black Hole" genannt, lange bevor dieser Begriff benutzt wurde, um massereiche Objekte mit extremer Gravitation zu beschreiben. Es handelt sich hier natürlich nicht um ein schwarzes Loch in diesem Sinn. Barnard 93 ist die kleinere Dunkelwolke links im Bild. Quelle: messier.seds.org/more/m024_b92.html

Entfernung: 10000 Lj.

Aufnahme von Otmar Nickel am 2.9.2013 auf der Astrofarm Tivoli (Namibia) mit 30cm F/3,6 Astrograph, FLI ML8300  R/G/B Filter;  Belichtungszeit: 70 min

 

Barnard 93+92 (Farm Tivoli, Namibia)

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