Astronomische Arbeitsgemeinschaft Mainz e. V.

Newsletter Februar 2014: 450 Jahre Galilio Galilei - mit Gewinnspiel

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450 Jahre Galileo Galilei

von Christopher Peter

Am 15. Februar 2014 feiert die Welt den 450. Geburtstag von Galileo Galilei und damit die Geburt der modernen Astronomie. Der 1564 in Pisa geborene Sohn eines Kaufmanns blickte als erster Mensch der Geschichte zu naturwissenschaftlichen Zwecken durch ein Teleskop. So konnte er innerhalb von kurzer Zeit nachweisbare Erkenntnisse gewinnen, die das Verständnis von der Welt und vom Kosmos für immer grundlegend ändern sollten. In einem berühmt gewordenen Prozess musste Galileo gegenüber der Inquisition wider besseren Wissens seine Thesen widerrufen und wurde unter Arrest gestellt, dennoch behielt seine Arbeit Gültigkeit und prägte folgende Generationen von Forschern.

Durch sein Teleskop hatte Galileo drei wichtige Aspekte des Himmels beobachtet. Erstens, dass der Mond Krater besitzt und alles andere als perfekt aussieht. Zweitens, dass die Milchstraße nicht aus einem Nebel besteht, sondern aus Milliarden von Sternen. Drittens, dass der Planet Jupiter Monde besitzt. Alle drei veränderten sein Weltbild sofort. Am verständlichsten ist dies bei der dritten Erkenntnis: Wenn man sehen kann, dass Monde um Jupiter kreisen, dann kreist nicht alles im Universum um die Erde. Aber genau das war die gängige Auffassung - die Erde im Zentrum. Dies konnte Galileo als erster Mensch zweifelsfrei widerlegen.

Trotz Teleskop: Galileo muss sehr gute Augen und eine hervorragende Interpretationsgaben besessen haben. Wie einfach seine optische Ausrüstung war, können Sie bei einem unserer Beobachtungsabende selbst erfahren. Bei den Terminen im Februar halten wir für Sie einen Nachbau des Galileo-Teleskops bereit.

Und einen Bausatz für ein Galileo-Teleskop können Sie auch gewinnen! Schreiben Sie einfach bis einschließlich 28. Februar 2014 eine E-Mail mit dem Betreff "Galileo 450" und Ihrer Postanschrift an unsere Adresse kontakt@astronomie-mainz.de

Galileo Galilei: Portrait von Justus Sustermans (1636)
Galileo Galilei

Sternbild des Monats: Großer Hund

von Zehra Çarkacı

Während der langen und klaren Winternächte ist ein besonderer Stern nicht zu übersehen: Dieser Hauptstern im Sternbild Großer Hund (Canis Major) ist mit einer Helligkeit von -1.4m der hellste Stern im Nachthimmel und seine Entfernung von 8.7 Lichtjahren macht ihn zu einem direkten Nachbarn der Sonne.

Im Nachthimmel ist er daher sehr leicht zu finden: Lokalisiert man den Gürtel des Orion und zieht eine gerade Linie südöstlicher Richtung, stößt man auf den leuchtend weißen Sirius. Begleitet wird Sirius von einem nahen, lichtschwachen Weißen Zwerg, jedoch ist er aufgrund der enormen Leuchtkraft von seinem Doppelstern sehr schwer zu erkennen.

Sirius bildet außerdem mit fünf weiteren sehr hellen Sternen das Wintersechseck.

Das Sternbild Großer Hund ist ein klassisches Wintersternbild und in unseren Breiten von November bis Februar gut zu beobachten. In diesem Sternbild gibt es einige interessante Objekte: M41 ist ein offener Sternhaufen, der mehr als einen Monddurchmesser breit ist und bei dunklem Himmel mit dem bloßen Auge gerade noch zu erkennen ist. Im Norden des großen Hundes liegt der helle Gasnebel „Thors Helm“, der von einem sehr heißen Wolf-Rayet-Stern beleuchtet wird.

Durch den westlichen Teil des Sternbildes zieht sich das sternreiche Band der Milchstraße, daher können viele Sternhaufen gesichtet werden.

Bereits die Babyloner sahen in diesem Sternbild einen Hund, der den Jäger Orion begleitete.

→ Mehr zu M41 in unserer Galerie

Sternbild Großer Hund - mit den Sternen Riegel und Prokyon bildet Sirius die südliche Hälfte des riesigen "Wintersechsecks".

Weitere Ereignisse und Veranstaltungen im Monat Februar:

7. Februar 2014 - 20:00 Uhr

Anne Frank-Realschule Plus Mainz

Astrotreff

für Mitglieder und Freunde der Astronomie

 

9. Februar 2014 - 15:00 Uhr

Naturhistorisches Museum Mainz

Der Sternenhimmel im Frühjahr

Vortrag von Dr. Bernhard Schröck

 

21. Februar 2014 - 19:30 Uhr

Paul Baumann-Sternwarte

Beobachtungsabend

 

28. Februar 2014 - 19:30 Uhr

Paul Baumann-Sternwarte

Beobachtungsabend