Newsarchiv

Helle Supernova im Sternbild Jungfrau

Die Supernova SN 2022hrs wurde am 16.04.2022 von dem japanischen Amateurastronom namens K. Itagaki entdeckt. Sie befindet sich in der Spiralgalaxie NGC 4647 im Sternbild Jungfrau mit einer Entfernung zur Erde von 61 Mio. Lichtjahren. Viele Amateurastronomen haben SN 2022hrs beobachtet und Helligkeitsmessungen durchgeführt, darunter auch Dr. Otmar Nickel.

Wie wird die Helligkeit eines Sterns überhaupt gemessen?
Der Vergleich mit der Helligkeit eines anderen Sterns, dessen Helligkeit bereits bekannt ist, spielt eine zentrale Rolle.

Anfang Mai hatte die Supernova ihr Helligkeitsmaximum (12,4 mag) und wurde danach immer schwächer. Erfahre hier mehr über die Helligkeiten der Sterne.

Bild 1 ist am 2. Juli 2022 in der Paul-Baumann-Sternwarte entstanden. Die Supernova (Markierung 1) ist am Rand der Galaxie NGC 4647 zu sehen und daneben ist die große elliptische Galaxie Messier 60. Die Sterne 2 und 3 sind Vergleichssterne für die Helligkeitsmessung.

Bild 2 zeigt die Lichtkurve der Helligkeitsmessungen (mit einem V-Filter) aus der Sternwarte Ebersheim und aus der Paul-Baumann-Sternwarte. Bei der Messung in der Paul-Baumann-Sternwarte war die Helligkeit schon auf 15,08 mag abgefallen (Lichtkurvengenerator der AAVSO).

Weitere Messungen erfolgen Ende Juli.

Testaufnahmen mit neuer Astrokamera

Am Wochenende haben die Astrofotografen Dr. Otmar Nickel und Johannes Krzeslack unsere neue Astrokamera in der Paul-Baumann-Sternwarte getestet. Das Ergebnis – der Kugelsternhaufen Messier 3 im Sternbild Jagdhunde.

Die Hobbyastronomen berichteten, dass ab Hälfte der Aufnahmen leider Wolken durchgezogen sind. Dennoch konnten sie 10 Minuten lang belichten. Die Aufnahme besteht aus 20 Einzelbildern je 30 Sekunden Belichtungszeit pro Bild (L/R/G/B)

Aufnahmetechnik: SC Teleskop 30cm f/6,3 (mit Reducer) und einer auf -10 Grad gekühlter ASI Kamera 294MM (mit Filterrad, 4x Binning, 1“/Pixel)

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Der längste Tag des Jahres

Den astronomischen Sommeranfang nennt man Sommersonnenwende. Der heutige Tag markiert den längsten Tag des Jahres auf der Nordhalbkugel. Die Sonne erreicht also am 21. Juni die größte Mittagshöhe über dem Horizon. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt. Heute ist dort der kürzeste Tag des Jahres.

Genießt diesen Tag und lasst es euch gut gehen! 😊

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Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022

Geeignet für Frühaufsteher mit einer komplett freien Aussicht auf den Südwest-Horizont.

Eine Beobachtung könnte allerdings schwierig werden, denn...

  • Beim Eintritt in den Halbschatten (4h28) wird der Mond in Mainz gerade 8,5 Grad über dem Horizont sein.
  • Zu der Zeit der Totalität (5h29) wird er nur 1,3 Grad über dem Horizont sein.
  • Knapp 15 Minuten später wird er schon komplett unter dem Horizont verschwunden sein.

Diese Sequenz aus Zentralflorida folgt dem Vollmond während der totalen Mondfinsternis am 15/16 Mai.

Wir eröffnen wieder die Sternwarte!

Schon was vor diesen Freitag? Nein? Sehr gut! Vielleicht habt ihr einfach Lust auf einen kalten und magischen Abend unter dem zunehmenden Mond. Dann besucht uns in der Paul-Baumann-Sternwarte am Freitag, den 11.03. ab 20 Uhr.

Wir freuen uns, dass wir wieder aufmachen dürfen!

Hier findet ihr eine Übersicht der kommende Termine.

Hinweis: Bei den Beobachtungsangeboten gilt die 3G-Regelung und Zutritt nur für symptomfreie Personen ohne Anmeldung. Der Testnachweis darf nicht älter als 24h sein.

Beteigeuze: Stern-Beobachtungen bei Tageslicht

Messungen der Helligkeit von Beteigeuze bei Tageslicht haben zum ersten Mal (abgesehen von Messungen mit Raumsonden) eine durchgehende Lichtkurve auch während der Konjunktion mit der Sonne ermöglicht.

Schaut euch den Vortrag von Dr. Otmar Nickel hier an.

Der Mainzer Astrokalender

Für Astronomieinteressierte und auch für Einsteiger ist unser Kalender genau richtig. Dieser besteht ausschließlich aus eigenen Astrofotografien.

Neben Feiertagen und Mondphasen zeigt er auch wichtige astronomische Ereignisse wie die Sichtbarkeit und Stellung von Planeten, Finsternisse sowie Sternschnuppenströme. Zusätzlich erläutert er astronomische Grundlagen und Begriffe.

Unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Arbeit durch den Erwerb eines Kalenders.

Bestellen Sie hier.

Paul-Baumann-Sternwarte öffnet ihre Türen zum Astronomietag

Am 16. Oktober 2021 findet der zweite Astronomietag in diesem Jahr statt. Sternwarten in ganz Deutschland bieten zahlreiche Aktivitäten an und erkunden den Sternenhimmel zusammen mit jedem, der einen Blick ins Universum werfen möchte; ob durchs Teleskop oder mit freiem Auge.

Zu diesem Anlass öffnet auch die Paul-Baumann-Sternwarte um 19:30 Uhr ihre Türen. Wir begleiten Sie dabei auf eine Reise zu den Riesenplaneten. Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun werden zum Schwerpunkt der Himmelsbeobachtung. Auch der Mond lässt ich an diesem Abend blicken.
Eine Voranmeldung ist erforderlich. Für den Einlass gelten die 2G-Regeln (ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren).

Weitere Informationen über den Astronomietag finden Sie hier.

Sternenwanderungen auf dem Panoramaweg

Wir laden am 08. und 29. Oktober 2021 zu einer Sternenwanderung auf dem Panoramaweg in Klein-Winternheim ein.

Wir starten an den angegebenen Zeiten am Kreuz an der Kreuzstraße in Klein-Winternheim und gehen bei leichter Steigung ca. 1,4 km den Panoramaweg bis zum Wingertshäuschen. Dort führen wir Sie durch die aktuell sichtbaren Sternbilder und beobachten verschiedene Objekte mit dem Fernglas. Die Veranstaltung endet am Wingertshäuschen ca. 2h nach Beginn am Kreuz.

Bringen Sie gerne eigene Ferngläser mit. Wenn Sie kein Fernglas besitzen, leihen Sie kostenlos unsere Ferngläser aus. Diese geben Sie am Ende der Wanderung zurück.

Update: Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Vortragsreihe "Einführung in die Astronomie"

Wer ein umfassenderes Verständnis für das Universum erlangen möchte, kann sich für unsere Vortragsreihe "Einführung in die Astronomie" anmelden. Der Kurs beginnt am 9. September und wird online durchgeführt. Die komplette Reihe oder auch einzelne Vorträge (je zehn Euro) können ausschließlich über die Seite der Volkshochschule Mainz gebucht werden.

Der Astrokurs richtet sich primär an Einsteiger. Er kann ebenfalls Fortgeschrittenen helfen, ihre Kenntnisse zu vertiefen. Die Amateurastronomen der AAG Mainz vermitteln ihr Wissen über den Sternenhimmel, den Mond und die Planeten. Sie geben Beobachtungstipps sowie einen Überblick zum Umgang mit Fernröhren.

Online-Vortrag: Navigation von vorgestern bis zum heutigen GPS

Im Laufe seines Vortrags stellt Eckart Tausendpfund die verschiedenen Navigationsarten und ihre Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte vor.

Durch einen geschichtlichen Abriss erklärt der Hochheimer Hobbyastronom, wie die sternenbezogene Navigation funktionierte und wie es zur Benutzung von Kompassen kam. "Aufgrund gestiegener Anforderungen in der Seefahrt mussten viele der Navigationsmethoden mit der Zeit angepasst werden.", so Eckart Tausendpfund.

Es gibt heutzutage kaum einen Menschen, der sich ohne "Navi" durch die Welt bewegt. GPS ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dennoch verstehen wenige Menschen, was es ist und wie es funktioniert. Die wenigsten wissen, dass es ohne Einsteins Arbeiten zur Relativitätstheorie heute kein satellitengestütztes "Navi" gegeben hätte. Auch darüber gibt Eckart Tausendpfund einen Überblick in seinem Vortrag.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die Volkshochschule Mainz.  (Entgelt: 10 €)

Astronomietag 2021: Ein Ausflug in die Kraterlandschaft des Mondes

Zum Astronomietag am 20. März bieten wir ab 20 Uhr einen Livestream an. Hauptdarsteller des Abends: Der Mond – das hellste und größte Objekt an unserem Nachthimmel. Wir nehmen Sie mit auf einen Ausflug in seine Kraterlandschaft.

Mehr Informationen zum Online-Vortrag und ein Link zum Livestream finden sich hier.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Sonne – Unser dynamischer Stern

Nach der kalten Jahreszeit erwarten wir eifrig die warmen Strahlen der Sonne und sehnen uns nach mehr Licht. Doch was sich im Sonneninneren und -äußeren abspielt, interessiert die Menschheit schon lange und zu jeder Jahreszeit. Denn die Sonnenoberfläche ist permanenten Veränderungen unterworfen – manchmal sogar im Laufe von Minuten. Sonneneruptionen und -flecken fallen unter die spektakulärsten Aktivitäten unseres dynamischen Sterns.

Wie alle diese Prozesse und Mechanismen angetrieben werden, erklärt Thomas Obitz im Livestream. Auch einen Überblick über Sonnenzyklen, Magnetfelder sowie aktuelle NASA-Sonnenmissionen wird der Amateurastronom unter anderem in seinem Vortag geben.

Mehr Informationen zum Online-Vortrag und ein Link zum Livestream finden sich hier.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Große Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn

Nicht verpassen! Es kommt ca. alle 20 Jahre vor und es sieht so aus, als würden sich Jupiter und Saturn fast am Himmel berühren. Dieses Mal ist das scheinbare "Zusammentreffen" der zwei Gasriesen besonders eng. Schauen wir uns die Konjunktion zusammen durch das Teleskop an!

Wir werden über Grundlagen und Geschichte referieren, ein Live-Bild der Konjunktion bei wolkenfreiem Himmel zeigen und im Live-Chat Fragen zum Ereignis beantworten. Später können auch weitere Objekte wie Mond, Mars, Sternhaufen und Galaxien beobachtet werden.

Den Link zum Livestream finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Unser Astrokalender 2021 ist da!

Er gibt Mondphasen, Planetensichtbarkeiten, Meteorströme bekannt und zeigt unsere eigenen Astrobilder, die wir mit viel Zeitaufwand und Herzblut erstellen. Das ist unsere Art und Weise, verborgene Teile des Universums zu enthüllen, die sich jenseits unserer Wahrnehmung befinden. So kommen wir dem Weltall ein Stückchen näher.

Wenn Sie uns mit dem Erwerb eines Kalenders unterstützen möchten, werden wir und sehr freuen. Mehr Infos finden sich hier.

Update vom 6. Dezember 2020: Der Kalender ist bereits ausverkauft.

Beteigeuze schwächelt schon wieder!

Nach einer Erholungsphase Anfang 2020 hat die Helligkeit vom roten Riese im Zeitraum von Juni bis August 2020 wieder deutlich abgenommen. Das zeigen Messungen sowohl von unserem Dr. Otmar Nickel als auch von der NASA-Raumsonde STEREO-A. Die Abschwächung des Sternlichts wird auf Staubwolken zurückgeführt, die vom Stern ausgestoßen werden und über seine Photosphäre ziehen.

👉 Im Astronomer‘s Telegram kann man sich die neusten Messungen anschauen.

Es ist wieder Sternschnuppenzeit.

In der Nacht zum 13. August erreicht der Meteorstrom der sogenannten Perseiden in den frühen Morgenstunden sein Maximum. Mit etwas Wetterglück versprechen die Nächte zwischen 11. und 13. August die meisten Sternschnuppen - bis zu 100 pro Stunde mit einem theoretischen Maximum am 13. August zwischen 2 und 4 Uhr morgens. Dann verglühen die mit über 200.000 Stundenkilometern in die Atmosphäre eintretenden Teilchen in einer Höhe von 60 bis 100 Kilometern über der Erde. Dieses Jahr geht der Mond etwa um Mitternacht herum auf, daher ist die Zeit kurz vor Mitternacht wohl die beste, um die Perseiden ohne helles Mondlicht genießen zu können. Mehr als alle zwei, drei Minuten eine Sternschnuppe sollte man aber nicht erwarten, wobei: der Himmel ist immer wieder auch für Überraschungen gut.

Beobachtungstipp: Wer die Perseiden in Mainz beobachten möchte, schaut nachts nach Nordosten, sucht dort das „Himmels-W“, also die w-förmig angeordneten Sterne der Cassiopeia. Das unter den linken beiden Sternen des W gelegene Sternbild des Perseus – aus eher unscheinbaren Sternen gebildet – ist der Namensgeber des Sternschnuppenschwarms der Perseiden.

👉 Folgt uns auf Facebook und meldet uns unbedingt, wie viele Sternsuppen ihr pro Nacht beobachtet habt. Wir freuen uns auf eure Meldungen.

Supernova entdeckt: SN 2020jfo, Mai 2020

Messier 61 ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Jungfrau, die ca. 52 Mio. Lichtjahre von uns entfernt ist und einen Durchmesser von etwa 100.000 Lj hat. Die Galaxie gehört zu den sogenannten Startburstgalaxien, die für ihre hohe Sternentstehungsrate bekannt sind.

In den letzten knapp 100 Jahren wurden aus der Richtung mehrere Supernovae beobachtet. Die letzte – SN 2020jfo – wurde am 6. Mai 2020 von Zwicky Transient Facility (ZTF) entdeckt.

Einer unserer Astrofotografen, Klaus Scheler, konnte die Supernova am 21. Mai 2020 erfolgreich aufnehmen. Bilddaten: 21.05.2020 | 21 Uhr UT | 130 mm/f7 + 0.79 Reducer | L-RGB 30 Minuten

Beobachtungstipp: M 61 hat ihre beste Sichtbarkeit im Mai und kann auch mit einem mittelgroßen Teleskop beobachtet werden.

C/2019 Y4 (ATLAS) 

C/2019 Y4 (ATLAS) ist ein Komet, der am 28. Dezember 2019 entdeckt wurde.

Nach Informationen von Baader Planetarium und spaceweatherarchive zerbricht der Kern des Kometen:

"Damit entfällt wohl leider die große Himmelsshow, die sich viele Amateurastronomen erhofft hatten. Aber wer schnell ist und jetzt noch nach dem Kometen schaut, kann ihn noch halbwegs intakt im Fernglas oder im kleinen Teleskop sogar mit Schweif sehen." (Quelle: Baader Planetarium)

Eventuell wird er im Mai mit bloßem Auge sichtbar, sollte er bis dahin nicht zerfallen sein. Zurzeit kann er mit einem Fernglas beobachtet werden und mithilfe dieser Aufsuchkarte lässt er sich leichter finden.


Aufgrund der aktuellen Situation mit der Verbreitung von COVID-19, werden wir unsere geplanten Veranstaltungen zum Astronomietag am 28. März absagen. Dennoch möchten wir diesen Tag der Astronomie widmen. Deshalb laden wir alle Astronomiefans dazu ein, sich an der virtuellen Sternführung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) auf Facebook (facebook.com/sternfreunde) und Twitter (#astronomietag) zu beteiligen. Postet an diesem Abend eure Bilder auch auf unsere Social-Media-Kanäle (@aagmainz) oder teilt uns einfach mit, was ihr am Himmel seht und was euch begeistert. Bleibt gesund und live long and prosper. 🖖